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Kinderrätsel mit Lösung

Was hat viele Zähne, beißt aber nie? Lies das Rätsel, hör es dir an, wenn du magst, und wähle die richtige Lösung aus drei Antworten. Zu jeder Lösung steht, welcher Hinweis im Rätsel versteckt war.

Texte zum Lesen und Verstehen

Lies den Text laut oder hör ihn Satz für Satz an und beantworte die Fragen. Mit der Stoppuhr siehst du, wie viele Wörter pro Minute dein Kind liest – zum Vergleich von Woche zu Woche.

Rätsel eins

Ich habe viele Zähne, aber ich beiße nie. Du ziehst mich jeden Morgen durch deine Haare.

16 Wörter

Fragen

  1. Was bin ich?

Rätsel zwei

Erst weiß wie Schnee, dann grün wie Klee, dann rot wie Blut, schmeckt allen Kindern gut.

16 Wörter

Fragen

  1. Was ist das?

Rätsel drei

Es hängt an der Wand und gibt jedem die Hand.

10 Wörter

Fragen

  1. Was ist das?

Rätsel vier

Je mehr man wegnimmt, desto größer wird es.

8 Wörter

Fragen

  1. Was ist das?

Rätsel fünf

Ich habe viele Augen, aber ich sehe nichts. Ich wachse unter der Erde und schmecke gut als Brei.

18 Wörter

Fragen

  1. Was bin ich?

Rätsel sechs

Ich trage mein Haus immer auf dem Rücken. Ich bin sehr langsam und komme gern nach dem Regen heraus.

19 Wörter

Fragen

  1. Wer bin ich?

Rätsel sieben

Ich laufe immer mit dir mit, aber ich mache kein Geräusch. In der Sonne bin ich da, im Dunkeln bin ich weg.

22 Wörter

Fragen

  1. Was bin ich?

Rätsel acht

Ich habe ein Bett, aber ich schlafe nie. Ich laufe immer weiter, aber ich habe keine Beine.

17 Wörter

Fragen

  1. Was bin ich?

Rätsel neun

Ich habe ein Gesicht und zwei Zeiger. Ich sage dir, wie spät es ist, aber ich kann nicht sprechen.

19 Wörter

Fragen

  1. Was bin ich?

Rätsel zehn

Ich bin weiß oder braun und habe weder Tür noch Fenster. Wer mich aufmacht, findet innen etwas Gelbes.

18 Wörter

Fragen

  1. Was bin ich?

Rätsel elf

Ich falle leise vom Himmel und bin weiß und kalt. Aus mir kannst du einen Mann bauen. Wenn die Sonne scheint, schmelze ich.

23 Wörter

Fragen

  1. Was bin ich?

Rätsel zwölf

Ich bin krumm und gelb und wachse an einer Staude. Bevor du mich isst, ziehst du meine Schale ab.

19 Wörter

Fragen

  1. Was bin ich?

Rätsel dreizehn

Ich habe viele Stacheln, aber ich bin kein Kaktus. Im Herbst suche ich mir ein Bett aus Laub und schlafe den ganzen Winter.

23 Wörter

Fragen

  1. Wer bin ich?

Rätsel vierzehn

Ich habe Blätter, aber ich bin kein Baum. Wenn du mich aufschlägst, erzähle ich dir eine Geschichte.

17 Wörter

Fragen

  1. Was bin ich?

Kurz gesagt

Warum sind Rätsel gut für Kinder?

Ein Rätsel beschreibt etwas, ohne es zu nennen. Um es zu lösen, muss ein Kind genau lesen oder zuhören, mehrere Hinweise verbinden und oft ein Wort in einer zweiten Bedeutung verstehen: die Zähne eines Kamms, das Bett eines Flusses, die Augen einer Kartoffel. Das ist dieselbe Arbeit wie beim Leseverständnis, wo man auch Dinge verstehen muss, die nicht ausdrücklich im Text stehen. Rätsel sind kurz, deshalb kommt auch ein Kind, das noch langsam liest, bis zum Ende, und die Lösung zu finden macht Spaß.

  • Viele Rätsel spielen mit Wörtern, die zwei Bedeutungen haben, etwa die Zähne eines Kamms oder das Bett eines Flusses.
  • Um ein Rätsel zu lösen, verbindet man zwei oder mehr Hinweise: Das nennt man eine Schlussfolgerung ziehen.
  • Manche Rätsel sind sehr alt und werden in vielen Sprachen erzählt, zum Beispiel das Rätsel vom Loch.
  • Schon Kindergartenkinder können Rätsel lösen, wenn ein Erwachsener sie vorliest.

Die vierzehn Rätsel auf dieser Seite sind kurz: ein bis drei Sätze zum Selberlesen oder Anhören, danach drei Antworten zur Auswahl. Einige stammen aus der mündlichen Überlieferung und werden in Familien und Schulen in vielen Varianten erzählt, etwa die Kirsche, das Handtuch, das Loch, der Kamm, die Kartoffel, der Fluss und das Ei. Die übrigen wurden für diese Seite geschrieben. Nach jeder Antwort erklärt eine Zeile den Hinweis, oft ein Wort mit zwei Bedeutungen: die Zähne des Kamms, die Augen der Kartoffel, das Bett des Flusses.

Für ein Kind, das lesen lernt, ist ein Rätsel ein guter Text: sehr kurz und mit einem echten Grund, bis zum Ende zu lesen. Lesen Sie das Rätsel abwechselnd vor und lassen Sie Ihr Kind zuerst selbst überlegen, bevor es die Antworten ansieht. Zu erklären, warum eine Lösung stimmt, ist eine gute Übung für das Leseverständnis, wie in den Lesetexten für Klasse zwei. Wer gern mit Klängen spielt, findet passende Wörter bei den Reimwörtern.

Die Stoppuhr unter jedem Rätsel ist freiwillig: Sie zählt die gelesenen Wörter pro Minute, ohne Note und ohne Norm. Kommt Ihr Kind bei einem langen Wort nicht weiter, hilft es, das Wort in Silben zu lesen. Weitere kurze Texte mit Fragen finden Sie unter Lesetexte.

Übungen: Kinderrätsel

Der Rätselmeister

Ihr Kind liest einem Erwachsenen oder einem Geschwisterkind ein Rätsel laut vor, ohne die Antworten zu zeigen. Der andere hat drei Versuche. Dann wird getauscht. Wer für andere vorliest, spricht von selbst deutlicher.

Ein Wort, zwei Bedeutungen

Sucht nach einem Rätsel gemeinsam die zweite Bedeutung des Hinweiswortes: Wer hat noch Zähne, eine Säge, eine Gabel? Ihr Kind malt beide Bedeutungen nebeneinander und erfindet danach mit dem Wort ein eigenes Rätsel.

Ein Rätsel am Tag

Drucken Sie die Seite aus und schneiden Sie die Rätsel als Kärtchen aus. Jeden Morgen zieht Ihr Kind eines, liest es und verrät die Lösung beim Abendessen. Ob sie stimmt, sieht man auf der Seite.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignen sich Kinderrätsel?

Vorgelesen schon ab etwa vier Jahren, mit einfachen Rätseln wie dem Schnee oder der Banane. Zum Selberlesen ab der ersten oder zweiten Klasse. Rätsel mit Wörtern, die zwei Bedeutungen haben, wie das Bett des Flusses, gefallen meist ab sieben Jahren.

Hat jedes Rätsel nur eine Lösung?

Nicht immer. Bei manchen alten Rätseln passen mehrere Lösungen. Wenn Ihr Kind etwas anderes vorschlägt und gut begründet, warum es passt, ist das auch eine richtige Antwort und eine gute Denkübung.

Wie helfe ich meinem Kind, wenn es die Lösung nicht findet?

Lesen Sie das Rätsel noch einmal und betonen Sie das wichtigste Wort. Geben Sie dann einen kleinen Hinweis: Wo findet man dieses Ding? Lassen Sie Ihr Kind die falschen Antworten eine nach der anderen ausschließen. Es geht ums Nachdenken, nicht ums schnelle Raten.

Helfen Rätsel beim Lesenlernen?

Sie helfen beim genauen Lesen und beim Verstehen, weil jedes Wort zählt. Lesen lernt ein Kind aber vor allem durch das Üben von Lauten, Silben und Wörtern. Rätsel sind eine schöne Ergänzung, die Freude am Lesen macht, kein Ersatz für das Üben und keine Therapie.

Kann ich die Rätsel ausdrucken?

Ja. Mit dem Druckknopf erhalten Sie ein Blatt mit allen Rätseln und den Antworten zum Ankreuzen. Sie können die Rätsel auch als Kärtchen ausschneiden.