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Umlaute: Wörter mit ä, ö, ü und äu

Bär, Löwe, Tür und Häuser: In jedem dieser Wörter steckt ein Umlaut. Hör dir die Beispiele an, sieh die Silben und wähle eine Liste zum Üben.

Alle Listen

Liste: Umlaute (19 Wörter)

Tippe auf ein Wort, um es zu hören.

Mit ä

Mit ö

Mit ü

Mit äu

Aus a, o, u und au wird ein Umlaut

In Silben: Umlaute

Spiel: Hören und finden

Hör ein Wort aus der Liste und finde es unter vier ähnlichen Wörtern. Acht Runden, etwa zwei Minuten.

Spiel: Wort aus Silben bauen

Hör das Wort und bau es aus den Silbenkärtchen. Sechs Runden.

Kurz gesagt

Was sind Umlaute?

Umlaute sind die Vokale ä, ö und ü, dazu kommt der Doppellaut äu. Man schreibt sie wie a, o und u mit zwei Punkten darüber. Sehr oft entstehen sie aus a, o, u und au, wenn ein Wort verändert wird: Apfel wird zu Äpfel, Vogel zu Vögel, Hut zu Hüte und Haus zu Häuser. Deshalb ist die wichtigste Rechtschreibhilfe für Umlaute das Ableiten: Wer ein verwandtes Wort mit a oder au findet, schreibt ä oder äu. Wörter mit ä und äu ohne solches Nachbarwort, wie Bär, Käse oder Knäuel, muss man sich merken.

  • Das deutsche Alphabet hat 26 Buchstaben; die Umlaute ä, ö, ü und das ß kommen dazu.
  • Ä klingt in vielen Wörtern wie e, äu klingt immer wie eu. Darum werden diese Paare beim Schreiben oft verwechselt.
  • Ö und ü haben keinen Doppelgänger: Wer ö oder ü hört, schreibt ö oder ü.
  • Fehlen die Punkte auf der Tastatur, schreibt man ae, oe und ue (Baer, Loewe, Tuer).

Umlaute sind für Kinder am Anfang ungewohnt, weil Mund und Zunge dabei eine neue Stellung brauchen: Für ö spitzt man die Lippen wie bei o und sagt dabei e, für ü spitzt man die Lippen wie bei u und sagt dabei i. Hören, nachsprechen und dabei auf den Mund achten hilft mehr als jede Regel. Auf jeder Seite kann man jedes Wort antippen und anhören, die Silben sind abwechselnd blau und rot gefärbt, so wie in vielen Fibeln.

Beim Schreiben sind ö und ü meistens unproblematisch: Man hört sie und schreibt sie. Schwierig sind ä und äu, weil sie genauso klingen können wie e und eu. Hier hilft die Strategie Ableiten: Hände kommt von Hand, Häuser von Haus, also ä und äu. Findet man kein Wort mit a oder au, schreibt man in der Regel e oder eu. Die wenigen Ausnahmen wie Bär, Käse oder Säule sind Merkwörter.

Jeder Umlaut kann lang oder kurz gesprochen werden: lang in Käse, Löwe und Tüte, kurz in Äpfel, Löffel und Hütte. Das ist für die Rechtschreibung wichtig, denn nach einem kurzen Vokal folgt oft ein Doppelkonsonant (Hütte, Löffel), nach einem langen nicht. Wie man lange und kurze Vokale unterscheidet, zeigt die Seite lange und kurze Vokale.

Übungen: Umlaute

Einzahl, Mehrzahl

Sagen Sie ein Wort in der Einzahl (Apfel, Vogel, Hut, Haus) und das Kind antwortet mit der Mehrzahl. Dann schreiben Sie beide Wörter untereinander, und das Kind kreist den Buchstaben ein, der sich verändert hat. So wird das Ableiten sichtbar.

Mundbild-Spiegel

Vor einem Spiegel sagt das Kind o und dann ö, u und dann ü. Es sieht: Die Lippen bleiben gleich rund, nur die Zunge wandert nach vorn. Danach liest es drei Wörter aus der Liste laut und schaut dabei in den Spiegel.

Häufige Fragen

Welche Umlaute gibt es im Deutschen?

Ä, ö und ü, als Großbuchstaben Ä, Ö und Ü. Oft wird auch äu dazugezählt, ein Doppellaut, der wie eu klingt. Das ß ist kein Umlaut, sondern ein eigener Buchstabe.

Wie erkläre ich einem Kind, wann man ä schreibt?

Mit der Frage: Gibt es ein verwandtes Wort mit a? Hände kommt von Hand, Gläser von Glas, kälter von kalt. Dann schreibt man ä. Gibt es keins, schreibt man meistens e. Ausnahmen wie Bär und Käse lernt man als Merkwörter.

Wann schreibt man äu und wann eu?

Äu schreibt man, wenn es ein verwandtes Wort mit au gibt: Häuser kommt von Haus, Bäume von Baum, läuft von laufen. Ohne solches Wort schreibt man eu, wie in Eule, Feuer und heute.

Was schreibt man, wenn keine Umlaute auf der Tastatur sind?

Man ersetzt sie durch ae, oe und ue, also Baer, Loewe und Tuer. Für äu schreibt man aeu, für ß ss. Das kennt man von E-Mail-Adressen und alten Schreibmaschinen.

In welcher Klasse lernen Kinder die Umlaute?

Meist in der ersten Klasse, nachdem die einfachen Vokale und die ersten Konsonanten sicher sind. Die Regel zum Ableiten von ä und äu kommt dann in der zweiten und dritten Klasse dazu.

Warum verwechseln manche Kinder ä und e?

Weil man sie in vielen Wörtern nicht unterscheiden kann: Lärche und Lerche, Ähre und Ehre klingen bei vielen Sprecherinnen und Sprechern gleich. Das ist kein Hörfehler, sondern liegt an der Schrift. Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten brauchen hier besonders viele Übungen zum Ableiten.