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Lange und kurze Vokale: Wörter mit a, e, i, o, u

Hase oder Hand, Rose oder Rock: Derselbe Vokal klingt einmal lang und einmal kurz. Hör dir die Wörter an, vergleiche sie paarweise und finde heraus, woran man das in der Schrift erkennt.

Liste: Lange und kurze Vokale (50 Wörter)

Tippe auf ein Wort, um es zu hören.

Langes a

Kurzes a

Langes e

Kurzes e

Langes i

Kurzes i

Langes o

Kurzes o

Langes u

Kurzes u

In Silben: Lange und kurze Vokale

Spiel: Hören und finden

Hör ein Wort aus der Liste und finde es unter vier ähnlichen Wörtern. Acht Runden, etwa zwei Minuten.

Spiel: Wort aus Silben bauen

Hör das Wort und bau es aus den Silbenkärtchen. Sechs Runden.

Kurz gesagt

Wie erkennt man lange und kurze Vokale?

Ein langer Vokal wird gedehnt gesprochen, wie das a in Hase oder das o in Rose. Ein kurzer Vokal wird schnell gesprochen, wie das a in Hand oder das o in Rock. In der Schrift erkennt man den kurzen Vokal meist daran, dass danach zwei oder mehr Konsonanten folgen: Hand, Bett, Kiste, Sonne. Nach einem langen Vokal steht meist nur ein Konsonant (Hase, Tiger), ein Dehnungs-h (Zahn), ein ie (Biene) oder ein doppelter Vokal (Boot). Beim Schwingen in Silben hört man es auch: In einer offenen Silbe wie Ro- in Ro-se ist der Vokal lang.

  • Jeder Vokal kann lang oder kurz sein: a, e, i, o, u und die Umlaute ä, ö, ü.
  • Nach kurzem Vokal folgen meist zwei Konsonanten, oft ein Doppelkonsonant (Sonne, Bett).
  • Langes i schreibt man meistens ie (Biene, Wiese), aber nicht immer (Tiger, Kino, Igel).
  • Endet die erste Silbe mit dem Vokal (offene Silbe: Ha-se), ist er lang.

Für Kinder ist der Unterschied zwischen langen und kurzen Vokalen wichtiger, als es zuerst scheint, weil fast alle Rechtschreibregeln darauf aufbauen. Nach einem kurzen Vokal kommen Doppelkonsonanten, ck und tz (Sonne, Rock, Katze). Ein langer Vokal kann ein Dehnungs-h, ein ie oder einen doppelten Vokal bekommen (Zahn, Biene, Boot), und nach einem langen Vokal schreibt man ß statt ss (ss oder ß). Wer lang und kurz sicher hört, hat für diese Regeln die Grundlage.

Viele Kinder hören den Unterschied leichter, wenn sie das Wort in Silben schwingen. Endet die erste Silbe mit dem Vokal, ist sie offen und der Vokal lang: Ro-se, Ha-se, Blu-me. Endet sie mit einem Konsonanten, ist sie geschlossen und der Vokal kurz: Son-ne, Kat-ze, Pup-pe. Diese Methode und viele weitere Beispiele stehen bei offenen und geschlossenen Silben. Einsilbige Wörter wie Hut und Hund muss man dafür verlängern: Hü-te, Hun-de.

Kindern mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten fällt das Hören von Vokallängen oft besonders schwer. Dann helfen Bewegung und Paare: Bei langem Vokal zieht das Kind die Hand lang durch die Luft, bei kurzem macht es eine schnelle Faust. Wortpaare, die sich nur in der Länge unterscheiden (Miete und Mitte, Schal und Schall, Ofen und offen), zeigen, dass die Länge die Bedeutung verändert.

Sätze zum Lesen: Lange und kurze Vokale

  1. Der Hase hat eine lange Nase.
  2. Die Katze spielt mit dem Ball.
  3. Der Esel steht im Regen.
  4. Die Ente schwimmt am Nest vorbei.
  5. Die Biene fliegt über die Wiese.
  6. Der Fisch liegt auf dem Tisch.
  7. Die Rose steht neben dem Ofen.
  8. Der Hund holt die Puppe.

Übungen: Lange und kurze Vokale

Lang ziehen, kurz tippen

Lesen Sie ein Wort vor. Das Kind zieht bei langem Vokal den Finger in einer langen Linie über den Tisch und tippt bei kurzem Vokal einmal kurz. Danach schaut es nach, wie viele Konsonanten nach dem Vokal stehen.

Wortpaare

Schreiben Sie Paare auf: Miete und Mitte, Schal und Schall, Ofen und offen, Hüte und Hütte. Das Kind liest beide Wörter laut und sagt, welches lang und welches kurz ist. Die Wörter des Paares unterscheiden sich in der Schrift oft nur durch einen Buchstaben.

Punkt oder Strich

Das Kind setzt unter jeden Vokal der Wörter auf dem Arbeitsblatt einen Strich für lang oder einen Punkt für kurz, so wie es viele Schulbücher zeigen. Danach schwingt es das Wort in Silben und prüft.

Häufige Fragen

Was sind Beispiele für lange und kurze Vokale?

Langes a: Hase, Nase. Kurzes a: Hand, Ball. Langes e: Esel, Regen. Kurzes e: Bett, Nest. Langes i: Biene, Tiger. Kurzes i: Fisch, Kind. Langes o: Rose, Brot. Kurzes o: Topf, Sonne. Langes u: Hut, Blume. Kurzes u: Hund, Puppe.

Wie erklärt man Kindern lange und kurze Vokale?

Mit Bewegung und Vergleich: Ein langer Vokal ist wie ein langer Schritt, ein kurzer wie ein kleiner Hüpfer. Sprechen Sie Paare wie Schal und Schall oder Ofen und offen und lassen Sie das Kind zeigen, welches Wort lang ist.

Woran erkenne ich in der Schrift einen kurzen Vokal?

Meist folgen danach zwei oder mehr Konsonanten: Hand, Kiste, Bett, Sonne. Steht nur einer da, ist der Vokal oft lang (Hase, Tiger). Ausnahmen sind kleine Wörter wie an, in, mit oder das: Sie sind kurz und haben trotzdem nur einen Konsonanten.

Wie wird ein langer Vokal markiert?

Oft gar nicht (Hase, Rose). Manchmal mit einem Dehnungs-h (Zahn, Uhr), mit ie beim langen i (Biene) oder mit einem doppelten Vokal (Boot, Haar, See). In Schulbüchern zeigt ein Strich unter dem Vokal lang und ein Punkt kurz.

Gibt es lange und kurze Umlaute?

Ja. Langes ä in Käse, kurzes in Äpfel; langes ö in Löwe, kurzes in Löffel; langes ü in Tüte, kurzes in Hütte. Die Regeln für Doppelkonsonanten gelten genauso.

Was haben lange und kurze Vokale mit ss und ß zu tun?

Nach einem kurzen Vokal schreibt man ss (Fluss, Tasse), nach einem langen Vokal oder ei, au, eu schreibt man ß (Fuß, Straße, heiß). Wer lang und kurz unterscheiden kann, kann also auch ss und ß richtig schreiben.