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Reimwörter für Kinder: zehn Reimfamilien zum Hören

Haus, Maus, Laus und raus: Reimwörter klingen am Ende gleich. Hören Sie die zehn Reimfamilien, finden Sie mit Ihrem Kind neue Reime und lesen Sie die Reimsätze.

Liste: Reimwörter (43 Wörter)

Tippe auf ein Wort, um es zu hören.

Reime auf -aus

Reime auf -and

Reime auf -ase

Reime auf -aum

Reime auf -anne

Reime auf -atz

Reime auf -ein

Reime auf -ose

Reime auf -und und -unt

Reime auf -ocke

In Silben: Reimwörter

Spiel: Hören und finden

Hör ein Wort aus der Liste und finde es unter vier ähnlichen Wörtern. Acht Runden, etwa zwei Minuten.

Spiel: Wort aus Silben bauen

Hör das Wort und bau es aus den Silbenkärtchen. Sechs Runden.

Kurz gesagt

Was sind Reimwörter?

Reimwörter sind Wörter, die ab dem betonten Vokal gleich klingen: Haus und Maus, Baum und Traum, Hase und Nase. Nur der Anfang ist verschieden. Beim Reimen hören Kinder, dass Wörter aus Klangteilen bestehen, und lernen, den Anfang eines Wortes vom Rest zu trennen. Das gehört zur phonologischen Bewusstheit, die mit dem Lesen- und Schreibenlernen eng zusammenhängt. Reime müssen nicht gleich geschrieben werden: Hund und bunt reimen sich, weil das d am Wortende wie t klingt.

  • Reimwörter klingen vom betonten Vokal bis zum Ende gleich: H-aus, M-aus, L-aus.
  • Reime hören Kinder oft schon im Kindergarten, bevor sie einzelne Laute heraushören.
  • Reime müssen nicht gleich geschrieben sein: Hund und bunt, Kuh und Schuh.
  • Wörter aus einer Reimfamilie mit gleicher Schreibung helfen beim Lesen: Wer Haus lesen kann, kann auch Maus lesen.

Reimen ist für Kinder ein Spiel, und gleichzeitig eine wichtige Vorübung für das Lesen. Wer erkennt, dass Haus und Maus sich reimen, hat gemerkt, dass beide Wörter einen gleichen Teil (-aus) und einen verschiedenen Anfang (H, M) haben. Genau dieses Zerlegen braucht ein Kind später, wenn es Laute zusammenzieht. Darum gehören Reime, Anlaute und das Klatschen von Silben zu den ersten Übungen in Kindergarten und Klasse 1.

Diese Seite ist kein Reimlexikon, sondern eine Liste für Kinder: zehn Reimfamilien mit Wörtern, die Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter kennen. Die meisten Familien werden gleich geschrieben, so dass das Kind beim Lesen nur den ersten Buchstaben austauschen muss: Haus, Maus, Laus. Zwei Familien zeigen, dass Reime auch anders geschrieben sein können: Bei Hund und bunt klingt das d am Ende wie t. Das ist ein guter Anlass, über das Verlängern zu sprechen: Hunde, also mit d.

Manchen Kindern mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten fällt das Reimen schwer: Sie achten auf die Bedeutung statt auf den Klang und sagen zu Haus zum Beispiel Wohnung. Üben Sie dann zuerst das Erkennen (Reimt sich Haus auf Maus? Und Haus auf Hund?) und erst später das Finden eigener Reime. Gereimte Kinderverse und Lieder helfen ebenfalls, weil der Reim am Zeilenende vorhersagbar ist. Weitere Spiele finden Sie unter LRS-Spiele.

Sätze zum Lesen: Reimwörter

  1. Die Maus läuft ins Haus.
  2. Der Hase hat eine rote Nase.
  3. Ich habe einen Traum vom Baum.
  4. Der Spatz sitzt auf dem Platz.
  5. Das Schwein ist klein.
  6. Der Hund hat einen runden Mund.
  7. In der Hose steckt eine Rose.
  8. Die Socke hängt an der Glocke.

Übungen: Reimwörter

Reimt sich das?

Tippen Sie zwei Wörter an, mal aus derselben Reimfamilie (Hase, Nase), mal aus verschiedenen (Hase, Hand). Ihr Kind sagt Ja oder Nein. Erst wenn das sicher klappt, sucht es selbst Reime.

Reimkette

Sie sagen ein Wort aus der Liste, Ihr Kind sagt einen Reim darauf, dann wieder Sie. Auch Quatschwörter sind erlaubt (Haus, Maus, Daus), denn es geht um den Klang. Wer keinen Reim mehr findet, wählt die nächste Familie.

Anfangsbuchstaben tauschen

Schreiben Sie aus auf einen Zettel und legen Sie Buchstabenkarten H, M, L davor. Ihr Kind liest Haus, Maus, Laus. So merkt es, dass ein neuer Anfangsbuchstabe ein neues Wort macht. Danach mit and und den Buchstaben H, S, W, L.

Reimsätze vervollständigen

Lesen Sie einen Reimsatz von oben vor und lassen Sie das letzte Wort weg: Die Maus läuft ins … Ihr Kind ergänzt den Reim. Dann denken Sie sich gemeinsam neue Sätze aus.

Häufige Fragen

Was reimt sich auf Haus?

Maus, Laus, raus, Klaus und Strauß. Die ersten drei werden gleich geschrieben wie Haus und stehen in der Liste oben, mit Ton zum Anhören.

Wann können Kinder reimen?

Viele Kinder erkennen mit vier bis fünf Jahren, ob sich zwei Wörter reimen, und finden bald danach eigene Reime. Bis zum Schulanfang können es die meisten. Manche brauchen länger; dann helfen Kinderreime und Lieder.

Warum ist Reimen wichtig für das Lesen?

Beim Reimen trennt das Kind den Anfang eines Wortes vom Rest. Das ist ein Teil der phonologischen Bewusstheit, also der Fähigkeit, auf den Klang von Sprache zu achten. Sie hängt eng mit dem Lesen- und Schreibenlernen zusammen.

Reimen sich Hund und bunt?

Ja. Am Wortende klingt d wie t, deshalb klingen Hund und bunt am Ende gleich. Geschrieben werden sie verschieden. Ob d oder t, findet man durch Verlängern heraus: Hunde, bunte.

Mein Kind kann nicht reimen. Ist das ein Problem?

Nicht unbedingt. Reimen lässt sich üben, am besten spielerisch mit Versen, Liedern und Reimpaaren. Wenn ein Kind in Klasse 1 auch nach viel Übung keine Reime erkennt und dazu große Mühe mit Buchstaben und Lauten hat, sprechen Sie mit der Lehrkraft. Der kostenlose LRS-Test zeigt, welche Fähigkeiten schon sicher sind.

Gibt es hier ein Reimlexikon?

Nein. Diese Seite ist eine Übungsliste mit Wörtern, die Kinder kennen, in zehn Reimfamilien. Für Gedichte oder Liedtexte mit seltenen Wörtern ist ein Reimlexikon besser geeignet.