Tod oder tot
Der Akku ist tot, die Fliege am Fenster auch. Tod und tot klingen gleich, aber das eine ist ein Namenwort, das andere ein Wiewort. Verlängern hilft dir beim Entscheiden.
Übung: Wähle das richtige Wort
Lies den Satz und wähle das fehlende Wort. Du kannst dir den Satz anhören: Die Wörter klingen gleich, Zuhören hilft beim Lesen, nicht beim Raten.
Kurz gesagt
Wann schreibt man Tod und wann tot?
Tod mit d ist ein Namenwort: der Tod, vom Tod, nach dem Tod. Man schreibt es groß und kann einen Begleiter davor setzen. tot mit t ist ein Wiewort: Es sagt, wie etwas ist, und ist das Gegenteil von lebendig: Die Blume ist tot, der Akku ist tot. Beim Verlängern hört man den Unterschied: der Tod, des Todes (mit d); tot, die tote Fliege (mit t). Dieselbe Regel gilt in zusammengesetzten Wörtern: todmüde und tödlich mit d, sich totstellen und totlachen mit t.
- Tod ist ein Namenwort und wird großgeschrieben: der Tod, des Todes.
- tot ist ein Wiewort, das Gegenteil von lebendig: Die Fliege ist tot. Die tote Fliege.
- Am Wortende klingt d wie t; erst das Verlängern (Todes, tote) zeigt den Buchstaben.
- Wiewörter mit tod- verstärken: todmüde, todsicher, todernst. Verben mit tot- schreibt man mit t: sich totstellen, totlachen.
Tod und tot gehören zur selben Wortfamilie, haben aber verschiedene Wortarten. Der Tod ist ein Namenwort. Man schreibt es groß und kann einen Begleiter davor setzen: der Tod, den Tod, vor dem Tod. tot ist ein Wiewort. Es beschreibt, wie etwas ist, und ist das Gegenteil von lebendig: Die Pflanze ist tot. Im Alltag sagen wir es auch über Dinge, die nicht mehr funktionieren: Der Akku ist tot. Beide Wörter spricht man gleich, weil ein d am Wortende wie ein t klingt.
Die wichtigste Strategie ist das Verlängern, das Kinder auch bei Hund und Wald lernen (mehr bei der Rechtschreibung). Verlängert man das Namenwort, hört man das d: des Todes. Verlängert man das Wiewort, hört man das t: die tote Fliege, der tote Ast. Ein zweiter Hinweis ist der Begleiter: Steht der, den oder dem davor, ist es das Namenwort Tod. Steht ist davor oder ein Namenwort danach, ist es meist das Wiewort tot.
In zusammengesetzten Wörtern bleibt die Regel gleich, und hier passieren die meisten Fehler. Wiewörter, die etwas verstärken, schreibt man mit d: todmüde, todsicher, todernst, todlangweilig; ebenso tödlich und Todesangst, die vom Namenwort kommen. Verben, die mit dem Wiewort gebildet werden, schreibt man mit t: sich totstellen, sich totlachen. Für Kinder kann das Thema Tod belastend sein; die Übungssätze auf dieser Seite sind deshalb ruhig gehalten und handeln vor allem von Pflanzen, Insekten und leeren Batterien. Ähnliche Paare sind seid oder seit und wieder oder wider.
Sätze zum Lesen: Tod oder tot
- Die Fliege ist tot, sie liegt auf dem Fensterbrett.
- Der Käfer stellt sich tot und bewegt sich nicht.
- Im Buch spricht die Eule über den Tod.
- Der Akku ist tot, das Spiel ist aus.
- Nach dem Tod des Baumes wohnen Käfer in seinem Holz.
- Ich bin heute todmüde und gehe früh ins Bett.
- Wir haben über Leben und Tod gesprochen.
Übungen: Tod oder tot
Verlängern mit dem Finger
Bei jedem Satz der Übung zieht das Kind das Wort mit dem Finger länger: Tod wird zu Todes, tot wird zu tote. Es spricht das verlängerte Wort deutlich und hört so, ob d oder t ans Ende gehört.
Gegenteil-Probe
Das Kind ersetzt das Wort durch lebendig. Passt der Satz dann (Die Blume ist lebendig), ist es das Wiewort tot. Passt er nicht (Viele Kinder haben Fragen über den lebendig), ist es das Namenwort Tod.
Wortfamilien sortieren
Schreiben Sie todmüde, tödlich, Todesangst, totstellen und totlachen auf Kärtchen. Das Kind sortiert sie in zwei Stapel: Namenwort-Familie mit d und Wiewort-Familie mit t. Dann liest es jedes Wort laut und erklärt seine Entscheidung.
Häufige Fragen
Wann schreibt man Tod mit d?
Wenn es das Namenwort ist: der Tod, nach dem Tod, Angst vor dem Tod. Man schreibt es groß. Beim Verlängern hört man das d: des Todes.
Wann schreibt man tot mit t?
Wenn es das Wiewort ist, das Gegenteil von lebendig: Die Fliege ist tot, die tote Fliege. Beim Verlängern hört man das t.
Schreibt man todmüde oder totmüde?
todmüde mit d. Wiewörter, die mit tod- verstärkt werden, schreibt man mit d: todmüde, todsicher, todernst, todlangweilig.
Schreibt man sich totlachen oder todlachen?
sich totlachen mit t, ebenso sich totstellen. Diese Verben sind mit dem Wiewort tot gebildet.
Wie kann ich das Thema mit einem kleinen Kind üben?
Mit ruhigen Beispielen aus dem Alltag: eine vertrocknete Pflanze, eine Fliege am Fenster, eine leere Batterie. Viele Kinder kennen tot auch aus dem Spiel, wenn sich ein Käfer totstellt. Wenn das Kind gerade einen Verlust erlebt hat, üben Sie dieses Paar lieber später.
Wird tödlich mit d oder t geschrieben?
tödlich mit d, denn es kommt vom Namenwort Tod. Dasselbe gilt für Todesangst.